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Neue Mitarbeiter:innen rekrutieren, ohne die Potenziale der vorhandenen zu kennen?

  • 14. Mai
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 27. Mai

Es ist ein Reflex, der in vielen Chefetagen fast schon automatisch abläuft: Wenn die Performance einbricht, Deadlines gerissen werden oder die Stimmung im Team kippt, wird der Ruf nach personellen Konsequenzen laut. Die vermeintliche Diagnose: „Wir sind unterbesetzt“ oder „Das Personal passt einfach nicht mehr.“


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Recruitingkosten durch perfekte Mitarbeiter:innen-Positionierung sparen

Viel zu oft und viel zu schnell wird dann der Hebel des Austauschs betätigt oder hastig nach neuen Kräften gesucht. Externe Headhunter werden aktiviert, teure Stellenanzeigen geschaltet und wertvolle Management-Zeit fließt in langwierige Recruiting- und Trennungsprozesse. Doch nach ein paar Monaten folgt meist die Ernüchterung. Die neuen Gesichter sind da, aber die alten Probleme bleiben. Die Reibungsverluste sind identisch, die Produktivität stagniert weiterhin.


Bevor Sie also das nächste Mal ein kostspieliges Recruiting-Verfahren anstoßen oder voreilig Mitarbeiter austauschen, sollten Sie sich als Inhaber, CEO oder HR-Verantwortlicher eine weitaus fundamentalere Frage stellen: Suchen Sie wirklich nach den falschen Talenten oder haben Sie die vorhandenen nur am falschen Platz positioniert?



Der blinde Fleck im bestehenden System: Das Karussell des Scheiterns


Wenn ein Getriebe hakt, tauscht man nicht sofort den gesamten Motor aus und man wirft auch nicht blind ein Zahnrad nach dem anderen weg. Man prüft, welches Bauteil an welcher Stelle nicht richtig greift. In der Praxis erleben wir jedoch genau das Gegenteil: Ein permanentes Personalkarussell, das enorme Unruhe in die Organisation bringt und Unmengen an Geld verbrennt.


Egal ob im agilen KMU oder im strukturierten Konzern, fragen Sie sich ganz selbstkritisch:


  • Sind wirklich alle Mitarbeiter an dem Platz, der ihren echten, tieferen Stärken entspricht?


  • Arbeitet Ihr Team entlang seiner natürlichen Potenziale oder bloß entlang starrer Stellenbeschreibungen?


  • Verpufft die Energie brillanter Köpfe vielleicht in Rollen, die ihre Kernkompetenzen systematisch blockieren, während sie an anderer Stelle im Unternehmen Wunder bewirken könnten?


Spitzenleistung entsteht nie im Vakuum. Sie entsteht dann, wenn Mensch und Struktur in perfekter Balance harmonieren. Wer Mitarbeiter zu schnell austauscht oder blind neu rekrutiert, ohne die Potenziale des bestehenden Teams exakt zu kennen, therapiert lediglich die Symptome, anstatt die Ursache zu lösen.



Wenn der Fehler im System eine Etage höher liegt


Zu einer ehrlichen und fundierten Diagnose gehört jedoch noch eine weitaus unbequemere Wahrheit: Sehr oft wird eine bestimmte Position im Team mehrfach umbesetzt, weil man glaubt, einfach nicht den „richtigen“ Mitarbeiter zu finden. Doch wenn auf derselben Stelle der dritte High-Performer in Folge scheitert oder frustriert aufgibt, liegt das Problem fast nie beim Angestellten.


Bei all diesen Herausforderungen muss zwingend auch der Teamlead unter die Lupe genommen werden.


Oft ist das eigentliche Problem eine dysfunktionale Teamführung, mangelnde Empathie oder ein blinder Fleck im Führungsstil der übergeordneten Person. Hier hilft ein strukturiertes 360-Grad-Feedback. Es bricht verkrustete Wahrnehmungen auf, holt die ungeschminkte Realität aus der Belegschaft ein und zeigt glasklar, ob der Kopf des Teams die Performance blockiert oder fördert. Ohne diesen Blick von allen Seiten bleibt jede Personalentscheidung reines Glücksspiel.



Die nackten Zahlen: Potenzialanalyse vs. Hire-and-Fire-Kosten


Betrachten wir das Thema rein aus der Perspektive des ROI und der nackten Betriebswirtschaft. Fehlbesetzungen, überstürzte Recruiting-Prozesse und die Fluktuationskosten durch zu schnellen Austausch gehören zu den größten Geldverbrennern der modernen Wirtschaft. Bis eine neue Fach- oder Führungskraft gefunden, eingearbeitet und voll produktiv ist, vergehen Monate - vom Know-how-Verlust ganz zu schweigen.


Eine fundierte, psychologische Potenzialanalyse sowie die Führungskräfte-Diagnostik kosten einen Bruchteil eines einzigen Recruiting- oder Trennungsverfahrens.


„Es ist betriebswirtschaftlich paradox, viel Geld für den Austausch von Personal und die Suche nach externen Talenten auszugeben, während die ungenutzten Goldreserven und die eigentlichen Führungsfehler im eigenen Unternehmen unentdeckt bleiben.“

Indem Sie durch präzise Diagnostik und ein ehrliches 360-Grad-Feedback die verdeckten Fähigkeiten und Blockaden Ihrer Organisation freilegen, schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie steigern die Performance drastisch und senken die Fluktuation. Denn nichts motiviert ein Team mehr, als endlich in einer funktionierenden Struktur und unter einer starken Führungspersönlichkeit zu wirken.



Der strategische Fahrplan: Erst kalibrieren, dann expandieren


Bevor das Budget für neue Stellenausschreibungen oder Abfindungen freigegeben wird, sollte ein klarer, diagnostischer Prozess stehen, der für jede Unternehmensgröße gilt:


  1. Präzise Bestands-Diagnostik (Profiling & 360-Grad-Feedback):

    Wir schauen tief unter die Oberfläche des bestehenden Teams und der Führungsebene. Wer bringt welche intrinsischen Treiber mit? Wo liegen ungenutzte Stärken? Welche Dynamik herrscht zwischen Teamlead und Mitarbeitern?


  2. Strategische Anpassung & Strukturwechsel:

    Auf Basis dieser harten Daten wird das Team neu kalibriert. Oft reicht das feine Justieren von Verantwortlichkeiten, ein gezieltes Coaching des Teamleads oder das Versetzen einer Schlüsselperson an den richtigen Platz, um ein völlig neues, hochproduktives Klima zu erschaffen.


  3. Gezieltes Wachstum (Executive Search 2.0):

    Erst wenn das bestehende Fundament absolut stabil, effizient und am Maximum seiner Potenziale arbeitet, macht die Expansion Sinn. Erst jetzt wissen Sie exakt, welches spezifische Puzzleteil Ihrem Team tatsächlich noch fehlt.



Das gelebte Ergebnis


Effizienz beginnt mit dem Blick nach innen - und zwar auf allen Hierarchieebenen. Wenn Sie die Potenziale Ihrer Mannschaft kennen, die Führung ehrlich spiegeln und alle Beteiligten strategisch richtig positionieren, eliminieren Sie teure Reibungsverluste, bevor neue Kosten durch Recruiting oder Kündigungen entstehen. Sie schaffen ein gesundes, eingeschworenes Team, das dauerhafte Spitzenleistungen erbringt.


Sparen Sie sich das Geld für den nächsten übereilten Personalwechsel. Schauen Sie zuerst, wer bereits an Bord ist und wie dort geführt wird.


Justieren Sie noch Ihre Personalstruktur oder nutzen Sie schon die vollen Potenziale Ihres Teams?


Herzliche Grüße

Andreas Lassel - Ihr Human Strategy Partner

 
 
 

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